Bundesliga Bogen: Finalisten und Absteiger stehen fest

Das Bundesligafinale in Wiesbaden findet am 28. Februar statt (Tickets), und folgende Teams nehmen daran teil. Aus dem Norden Sherwood BSC Herne, BSC BB Berlin, SV GutsMuths Jena, SV Dauelsen; aus dem Süden FSG Tacherting, SGi Welzheim, TS 1861 Bayreuth, BC Villingen-Schwenningen. Als Absteiger stehen der SV Böddiger, Blankenfelder BS 08 (Norden) sowie GK Burgschützen Büschfeld und KKS Reihen (Süden) fest.

Norden: Ein bärenstarker Aufsteiger aus Jena
Die Ausgangsposition im Norden in Richtung Bundesligafinale war vor dem vierten Qualifikationswettkampf in Verden relativ klar: Berlin, Herne, Dauelsen und Jena hatten sich ein gutes „Polster“ auf die Konkurrenz erarbeitet: „Wir sind schon mit fünf Punkten Vorsprung in den letzten Wettkampf eingezogen, deswegen war ich optimistisch“, so Charline Schwarz von Aufsteiger Jena. Und das Team um die Olympia-Dritte von Tokio zeigte dieses Selbstvertrauen von Beginn an. Zunächst wurden die unteren Teams besiegt, dann hatten auch die Top-Teams Berlin (7:1) und Herne (6:0) dem Aufsteiger nichts entgegenzusetzen. Das letzte Match gegen Gastgeber Dauelsen ging zwar verloren (2:6), aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch: „Der Tag fing super an, wir haben sechs Matches und nur eins verloren und konnten so noch auf Rang drei springen. Jetzt freuen wir uns auf das Bundesligafinale“, so Schwarz.
Das gilt mit Sicherheit auch für die drei anderen Nord-Finalisten: Sherwood Herne mit Mathias Kramer, mit einem Vorrundengesamtschnitt von 9,84 Ringen bester Schützen im Norden, fing die Berliner noch als Nordmeister ab, Gastgeber Dauelsen um Florian Unruh sicherte souverän Platz vier.

Das richtige Drama spielte sich um den zweiten Abstiegsplatz ab: Vor den letzten sieben Matches lag Blankenfelde (16:26) mit einem Zähler Vorsprung vor Hamm (15:27) auf dem begehrten sechsten Platz, nach dem letzten Pfeil hatte es sich umgedreht: Hamm (21:35) hatte sich minimal vor Blankenfelde (20:36) geschoben. Entscheidend dabei war der direkte Vergleich, den die Westfalen mit 6:4 (55-54, 55-54, 53-56, 53-56, 54-52) für sich entscheiden konnten. Hamms Lars-Derek Hoffmann fasste das Happyend aus seiner Sicht zusammen: „Wir haben es spannender gemacht als nötig, weil wir den Heimspieltag mit nur einem Punkt absolviert hatten. Danach lief es aber richtig gut, wir haben gut gepunktet und haben den Abstiegsplatz verlassen. Es fällt uns auf jeden Fall ein Stein vom Herzen, aber wir haben es aus eigener Kraft geschafft.“

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